Rhabarber, Tonkabohne & Kakao – Ein Kuchen für die Seele
- Michi

- 13. Juni
- 3 Min. Lesezeit
Heute hatte ich einfach Lust auf Kuchen.

Auf einen gesunden, leckeren und was Selbstgebackenes dazu. Etwas, das nach Zuhause duftet. Nach Gemütlichkeit. Nach einem langsamen Nachmittag mit einer Tasse Tee oder Kaffee.
Eigentlich hatte ich zuerst an Sauerkirschen gedacht. Diese Kombination aus fruchtiger Säure und Schokolade liebe ich schon seit meiner Kindheit.
Doch als ich vor dem Obstregal stand, fiel mein Blick auf den Rhabarber.
Diese wunderschönen Stangen, die für mich jedes Jahr den Übergang vom Frühling in den Sommer markieren.
Und plötzlich war die Entscheidung gefallen.
Also wanderte der Rhabarber in meinen Korb. Zusammen mit einigen meiner absoluten Lieblingszutaten: Hafer, Kakao, Tonkabohne, Banane, Flohamen und etwas cremiger Kokosmilch.
Aus einem spontanen Kuchenhunger entstand ein Rezept, das nicht nur wunderbar schmeckt, sondern auch aus Zutaten besteht, die mich nähren, lange satt halten und sich einfach gut anfühlen.
Die frische Säure des Rhabarbers trifft auf die warme Süße der Banane, die Tiefe des Kakaos und das einzigartige Aroma der Tonkabohne. Ein Kuchen, der rustikal, saftig und gleichzeitig ein kleines bisschen besonders ist.
Und manchmal sind genau diese spontanen Ideen die besten.
Denn Genuss und bewusste Ernährung müssen sich nicht ausschließen. Sie dürfen Hand in Hand gehen – genau wie die kleinen Rituale, die uns daran erinnern, dass Selbstfürsorge manchmal so einfach sein kann wie ein Stück frisch gebackener Kuchen. 🤍🍃🍰
Warum ich Rhabarber liebe
Rhabarber gehört für mich zu den Pflanzen, die uns daran erinnern, dass nicht alles im Leben süß sein muss, um wertvoll zu sein.
Seine Säure bringt Tiefe. Charakter. Lebendigkeit.
Genau wie unsere Gefühle.
Wir müssen nicht immer nur die süßen Momente suchen. Oft sind es gerade die Erfahrungen mit Ecken und Kanten, die uns wachsen lassen.
Die Zutaten für den Rhabarber-Kuchen:
Für diesen Kuchen habe ich bewusst Zutaten gewählt, die nicht nur gut schmecken, sondern auch nähren.
Hafer für langanhaltende Energie
Bananen für natürliche Süße
Chiasamen oder Flohsamenschalen für Ballaststoffe
Mandelmus für gesunde Fette
Eier für hochwertige Proteine
Tonkabohne für Wärme und Geborgenheit
Kakao für Tiefe und Genuss
Rhabarber als frischer Gegenpol
Ein Kuchen darf Genuss sein. Aber für mich darf gleichzeitig auch nähren.
Das Rezept:
Zutaten
300 g Hafermehl (Ich habe ganzen Hafter verwendet und fein vermahlen)
50 g Kokosmehl
2½ TL Weinstein-Backpulver
1 Prise Salz
5 Eier
2 reife Bananen
300 ml Hafermilch
3 EL Mandelmus
1 EL vom festen Teil einer Dose Kokosmilch
1 EL Chiasamen oder
1 EL feine Flohsamenschalen
Heller Teig
Abrieb von ½ Tonkabohne
1 TL Vanille
Dunkler Teig
3 EL Backkakao
Etwas Hafermilch nach Bedarf
Belag
750 g Rhabarber
Optional Mandelblättchen oder gehackte Nüsse, Kokosblütenzucker
Zubereitung
Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Eier, Bananen, Mandelmus, Kokoscreme und Hafermilch cremig verrühren.
Die trockenen Zutaten unterheben.
Den Teig halbieren.
Die eine Hälfte mit Tonkabohne und Vanille verfeinern.
Die andere Hälfte mit Kakao vermengen.
Beide Teige abwechselnd in eine gefettete Form geben und leicht marmorieren.
Den Rhabarber auf dem Teig verteilen und leicht andrücken.
Nach Wunsch mit Mandelblättchen bestreuen.
Etwa 50–60 Minuten backen.
Anschließend gut auskühlen lassen.
Ein kleines Ritual dazu
Backen ist für mich mehr als die Zubereitung von Nahrung.
Es ist ein Ritual.
Ein Moment, in dem wir langsamer werden. Unsere Hände nutzen. Düfte wahrnehmen. Uns erlauben, im Hier und Jetzt anzukommen.
Vielleicht genießt du diesen Kuchen mit einer Tasse Kräutertee, einem Matcha oder einem Kaffee auf der Terrasse.
Vielleicht schenkst du dir dabei fünf Minuten ohne Handy.
Fünf Minuten nur für dich.
Denn Schönheit beginnt nicht im Außen.
Sie beginnt in den kleinen Momenten, in denen wir uns selbst wieder spüren.





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